Mittwoch, 29. April 2009

Nur noch zwei Monate...

So... wieder ist ein Monat vergangen... da waren es nur noch zwei...

Ich hatte Besuch von meiner Mama für drei einhalb Wochen, eine sehr, sehr schöne, lustige Zeit, in der wir viel gesehen haben. Es war echt sooooo toll mal wieder die eigene Mama bei sich zu haben :)


Die erste Woche waren wir in den Projekten und hatten gemeinsam quasi eine "ganz normale" Arbeitswoche, in der zweiten Woche sind wir durch Kapstadt getourt und in der dritten Woche haben wir das Umland unsicher gemacht und haben u.a. eine Tagestour hoch nach Norden gemacht und waren für 4 Tage in Knysna. Hier ein paar Fotos...








Jetzt arbeite ich wieder ganz normal weiter und bin echt sehr froh hier zu sein. Die letzten zwei Wochen waren sehr stressig, da ich mich fürs Studium bewerben musste und verschiedene Fristen dabei einzuhalten waren. Jetzt habe ich mich für die Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal beworben und an der CVJM Hochschule Kassel. Ich bin gespannt wo mich der Weg hinführt.


Im Moment gehen ziemlich viele Volontäre, es kommen aber keine mehr nach. So werde ich in drei Wochen vorraussichtlich nur noch mit einem weiteren Volontär, Vovo, arbeiten und im Haus sein bis im Juni eventuell ein Ehepaar aus Holland dazustößt. Ich bin gespannt wie die Zeit wird und freue mich sehr mit Vovo dann gemeinsam weiter in Belhar aktiv zu sein.


Alles weitere bald in meinem Rundbrief.


Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und freue mich von euch zu hören,


lieber Gruß, eure Sabine

Freitag, 20. März 2009

Belhar

Endlich hat das Projekt in Belhar richtig gestartet.
Wir haben diese Woche Dienstag 2 Stunden und am Mittwoch 4 Stunden in der Sinfonie Highschool in Belhar unterrichtet. Nächste Woche starten wir das gleiche auch noch mit fünft und sechst Klässlern in der örtlichen Grundschule und bieten ein weiteres Programm nach der Schule an. Wir unterrichten Werte/Lifeskill education.

Ich kann nur sagen: I love love love it!

Es war so toll und genau das, was ich schon die ganze Zeit hier in den Schulen machen wollte. Es ist so genial zu sehen, was für ein Potenzial in den Teens steckt und die Möglichkeit zu haben mit ihnen mehr in Kontakt zu kommen.

Dienstag war noch ein bisschen merkwürdig, da wir nicht damit gerechnet haben, als die drei weißen Mädchen ein bisschen wie weiße Superstars behandelt zu werden. Wir haben erfahren, dass viele von den Teens dort in ihrer Coloured Community noch nie mit weißen geredet haben.

Mittwoch waren wir dann schon selbstsicherer und wussten ein bisschen mehr, was zu erwarten war und es war einfach nur gut.

Wir haben Klasse 9, 10, 11 und 12 unterrichtet über das Thema Gender.
Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf nächste Woche :)

Donnerstag, 12. März 2009

Alltag

Ich möchte euch ein bisschen von meiner momentan Arbeit erzählen:

Wie ihr wahrscheinlich aus meinem Rundbrief wisst, sollte ein neues Projekt ungefähr vor ca. 6 Wochen in Belhar starten. Belhar ist ein Stadtteil von Kapstadt, in dem überwiegend Farbige wohnen.

Durch einige Schwierigkeiten waren wir nun erst diese Woche in der Highschool. Wir werden dort nun jeden Dienstag vier Stunden Werteunterricht in den Klassen 10-12 gestalten und nachmittags einen weiteren Kurs für 10 Schüler anbieten. Weiter sollen wir einen Teenkreise/Jugendstunde in der örtlichen Gemeinde gestalten und in einer weiteren sehr, sehr armen von Drogen gezeichneten Community.
Es wird geplant bald möglichst den Werteunterricht in zwei weiteren Schulen in Belhar zu gestalten.

Ich freue mich sehr darauf, weil ich bisher nur im SOS Kinderdorf mit Teens gearbeitet habe und mir dies doch mehr liegt als Arbeiten mit Kids im Grundschulalter.

In diesem Projekt sind wir drei Volontäre plus Claudine, die Frau von meinem Chef.
Eine Schwierigkeit stellt sich uns allerdings:

Rachel und Morgan, die beiden anderen sehr motivierten Volontäre im Belharprojekt fliegen Anfang April bzw Anfang Mai zurück nach England bzw. in die USA. So werde ich mit Claudine alleine sein.

Wir brauchen dringend neue Volontäre!!! Bitte betet!
Wenn ihr jemanden kennt der Zeit, Lust und Interesse hat oder ihr selbst jetzt total motiviert seid zu helfen, sagt Bescheid!

Mittwoch, 11. März 2009

Thiemo, Nina und Flo in Südafrika

Besser spät als nie, jetzt kommen ein paar Fotos von meinem Besuch aus der schönen Pfalz :)

Man war ich froh noch einmal jemand hier zu haben, der mich doch tatsächlich in meiner eigenen Sprache versteht und meinen Humor teilt.

Danke ihr drei fürs Dasein :)

Also... viele Bilder wurden von Thiemo gemacht, hier mal eine kleine Auswahl...

Thiemo, Nina, Flo und ich beim Picknicken in Stellenbosch auf einem Weingut..


VW-Käfer sieht man hier überall in teilweise den verrücktesten Farbkombinationen




Stellenbosch



Am Strand: Wer allerdings denkt hier wärs so paradiesisch schön, dass man jeder Zeit einfach so ins Wasser hüpfen kann, der täuscht sich. Das Wasser ist abartig kalt, wers nicht glauben will komme entweder her oder frage Thiemo nach den Folgen seines 20 minütigen Schwimmversuchs im kalten Atlantik.




Mit unserem Leihwagen auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnungen.







In Thiemos Auftrag haben wir einen Turm gebaut, wie man das nun mal hier aus Tradition am Kap machen sollte.


der Turm hat ganze 5 Minuten gehalten :)


Ich habe doch tatsächlich endlich Pinguine gesehn, ja Pinguine im Sandsturm Afrikas :)



süß was?


dann waren wir im botanischen Garten Blumen gucken :)

Und: Thiemo hat Nelson Mandela auf Robben Island getroffen :)

Weiter sind wir natürlich auch auf den Tafelberg gewandert :)


Am letzten Abend sind wir im Mondschein auf den Nachbarberg des Tafelbergs gewandert, den Lions Head und haben die Aussicht auf Kapstadt bei Nacht genossen.

Nicht zu vergessen: Thiemo, Flo und ich waren gemeinsam Surfen. Beweisfotos fehlen leider, aber ich bin motiviert meine Fähigkeiten ein bisschen auszubauen.

Ja, und dann ging es für die drei wieder Heim und für mich wieder zurück in den Alltag.
Ich erfreue mich weiter an der Hitze, mittlerweile grundsätzlich mindestens 30 Grad im Schatten.

Montag, 9. Februar 2009

Ein etwas anderes Wochenende...

18 Leute - 4 Tage - keine Dusche, kein Strom, keine Klospülung - gemeinsam in purer Wildnis im "Hottentoten Holland Nature Reserve" zwei Stunden entfernt von Kapstadt.

Wenn ich mir hier die Natur und die gigantische Weite angucke, kann ich mich immer nur fragen wie man darauf kommt, dass dies alles per Urknall aus Millionen Zufällen einfach mal so wunderschön geworden ist.

Aber ein bisschen zu unserer Zeit...

Nach einer dreistündigen Wanderung, bepackt mit allen Essensvorräten, Töpfen, Schlafsachen etc. kamen wir in unserer Behausung inmitten von nichts als Natur an.



Ich bin so froh in der ganzen Zeit weder eine Schlange noch Paviane gesehen zu haben!

Wir sind viel gewandert, haben viel geschlafen, viel über das Thema Teambuilding geredet und gespielt.
Highlight waren für mich glaube ich die Zeiten, die wir alleine verbracht haben, mit Gott inmitten seiner genialen Schöpfung.



Am zweiten Tag haben wir quasi einen Spaziergang mit Gott gemacht und sind alle jeweils im Abstand von 100m allein 45 Minuten lang nen Berg runtergewandert. An nem anderen Tag hatten wir die Aufgabe mit Gott ausgedehnt zu reden über unsere Träume, glücklichsten Momente im Leben und was Gottes Zukunftsplan für uns sein kann.

Ich werde immer wieder von euch gefragt, was ich denn jetzt nun nach meinem Jahr hier machen und studieren will. Momentan kann ich nur sagen "Ich weiß es nicht", aber ich merke wie Gott mich nach und nach in die richtige Richtung führt. In fünf Monaten muss ich mich bewerben also ist noch etwas Zeit und gerade auf meinem Spaziergang hat mir Jesus wieder klar deutlich gemacht, dass ich mich weder in meiner Vergangenheit zu lange aufhalten sollte noch mir zu viele Sorgen über die Zukunft machen muss, sondern dass er sich wünscht, dass ich mein Leben im jetzt lebe und genieße. Er ist im Jetzt zu finden.

Außerdem sind wir an einem Tag in einem Bergfluss schwimmen gegangen und mit einer kleineren Gruppe noch bis zu einer Hängebrücke gewandert.
Auf den Fotos seht ihr auch meine neuen Mitbewohner:

Morgan aus Amerika links, Rachel aus London rechts
Nochmal Morgen und links Claire meine neue verrückte Mitbewohnerin aus Nordirland :)

PS: So gut wie alle Fotos, die ich hier in letzter Zeit hochgeladen habe, habe ich nicht selbst geschossen, also denkt nicht, ich bin jetzt zum Profifotograph mutiert. Die Fotos sind von meinen zum Teil sehr talentierten Mitbewohnern :)

PPS: Ich liege gerade etwas zurück mit meinen Einträgen. Fotos von meinem Besuch von Thiemo, Flo und Nina kommen auch noch :)

Dienstag, 27. Januar 2009

Fotos, Fotos, Fotos...


Mehr und mehr Fotos und Bilder und Erlebnisse werden gemacht, aber irgendwie schaffe ich es nicht sie hier hochzuladen... meine Fotos vom Roadtrip im Dezember sind leider durch ominöse Umstände momentan in Johannesburg, so erzähle ich jetzt erstmal ein bisschen von der Zeit von Simon und mir.

Es war sooooooooooooooooo toll ihn hier zu haben, das hat mir das Heimweh an Weihnachten etc wirklich genommen und war einfach schön :) Um ein bisschen zu zeigen was wir alles erlebt haben hier ein paar Fotos.

24.12. Ein schöner fast deutscher Weihnachtstag, an dem ich mit Cathleen in der deutschen lutherischen Kirche ein bisschen deutsches Weihnachtsfeeling genossen habe.
Festessen: Gulasch, Spätzle, Klöße, Rotkohl und zum Nachtisch Eis, Bratäpfel und Apfelstrudel.



Anschließend gings daran Simon vom Flughafen abzuholen :) Mit ihm hatten wir dann um Mitternacht Bescherung:



Vielen herzlichen Dank an alle Karten, Briefe, Päcken und Grüße und Geschenke, die ich von euch bekommen habe. Ihr seid spitze!

Am 25. wurde dann traditionell englisches Weihnachten gefeiert mit gefülltem Truthahn und original englischem Christmas Pudding.


Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann an den Strand :)



Und dann ging es los mit Simon auf Sightseeingtour durch Kapstadt und Umland...


Unter anderem ging es mit Benjamin und Ben auf Wanderung auf den Tafelberg. Ich hätte niemals gedacht, dass dieser Aufstieg, der fast ausschließlich aus Treppenstufen besteht und zwei Stunden gedauert hat, sooooo anstrengend ist. Glücklicherweise ging es dann wieder runter mit der Seilbahn.


Mit ein paar Volontären und Freunden aus meiner Gemeinde haben wir dann Silvester gefeiert an der großen touristischen Hafenfront Kapstadts, der sogenannten Waterfront. Außer an dieser Stelle auf dem Foto wurden nirgends in Kapstadt Raketen hochgeschossen.




Vorbei an Simonstown ging es dann durch ein faszinierendes Naturreservat zum Capepoint, dem mit südlichsten Punkt Afrikas.




Auch zu sehen gab es die halbwegs gefährlichen Paviane, die bei unserem Zusammentreffen zumindest im Bezug auf unser Auto sehr friedlich gestimmt waren.



Hier noch ein Foto von unserem ständigen Wegbegleiter unserem Leihwagen, Simons heiß und innig geliebten Golf 1


Noch weitere Impressionen...



In der zweiten Woche haben wir einen zweitägigen Ausflug unternommen in das 5 Stunden entfernte George...


Natürlich haben wir uns es nicht nehmen lassen auch an den wirklich südlichsten Punkt Afrikas zu fahren, wo sich der indische und der atlantische Ozean küssen :)





jaja, wir hatten eine Menge Spaß :)

Am Schluss unserer Zeit sind wir dann noch auf die Gefängnisinsel Robben Island geschifft, die in der Kapstädter Bucht liegt und von unserem Haus aus gut zu sehen ist. Dort war in Zeiten der Apartheit Nelson Mandela inhaftiert.




Unser Reiseführer war ebenfalls ein Ex-Gefangener von Robben Island, der ebenfalls gegen die Apartheid gekämpft hat.

Hier die Zelle von Nelson Mandela, in der er fast 28 Jahre lang gelebt hat.



So, nachdem ich euch jetzt restlos mit Bildern überflutet habe, höre ich mal auf zu erzählen und wünsche euch allen eine weiterhin tolle Woche!